Mit den erfrischenden und facettenreichen Stillleben-Fotografien von Elizabeth Joan Clarke ist die Farbenpracht des sommerlichen Kurgartens nun auch in die Wandelhalle Bad Wildungen eingezogen. An der Ausstellungseröffnung am Freitag, 17. Mai, nahmen rund 50 kunstbegeisterte Gäste aus der Region teil.

Nach einer kurzen Begrüßung von Bürgermeister Ralf Gutheil und einer Einführung in die Ausstellung von Museumsleiterin Lisa Beutler konnten die rund 40 Werke von Elizabeth Joan Clarke bei einem Glas Sekt und tollen Gesprächen erkundet werden. Auch die Künstlerin stand mit ihrer besonderen Herzlichkeit und einem offenen Ohr für die Gäste bereit.

Auf den ersten Blick scheinen ihre Stillleben wie gemalt. Sie erinnern an die Alten Meister des 17. und 18. Jahrhunderts, die sich regelmäßig in Detailreichtum und Symbolträchtigkeit überboten. Auch die Fotografien von Clarke sind die Ergebnisse künstlerischer Kompositionen, die meist mehrere Tage dauern. Als Lichtquelle dient ihr stets natürliches Licht, das durch ein altes Sprossenfenster in ihr Studio fällt. Nichts auf ihren Bildern wurde nachträglich ergänzt oder bearbeitet. Jedes mit Bedacht platzierte Objekt hat eine tiefere Bedeutung. Für sich alleine und schließlich im Zusammenspiel erzählen sie eine besondere Geschichte – über die Schönheit, das Leben und die Vergänglichkeit, manchmal mit Humor, manchmal aber auch mit einer fesselnden Ernsthaftigkeit. Ihre Inspiration findet die in Oxford geborene Künstlerin in Begegnungen, im aktuellen Zeitgeschehen und in der Musik. Hier sind es die Stimmungen, die sie als Botschaften in ihren Werken transportiert. Es geht darum, den Moment zu genießen und die Eindrücke auf sich wirken zu lassen, es geht um Wertschätzung und Reflexion, um das Leben in seiner Vielfalt und um Vergänglichkeit. Bis zum 11. August kann die Kunst von Elizabeth Joan Clarke in der Wandelhalle Bad Wildungen täglich von 10-17 Uhr besichtigt werden.