Landschaftspflege

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Projekte im Bereich der Landschaftspflege

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Artenreiche Feldflur in Bad Wildungen

Im Rahmen des Projekts „Artenreiche Feldflur in Bad Wildungen“ setzt die Stadt Bad Wildungen Maßnahmen aus einer anerkannten naturschutzfachlichen Ersatzmaßnahme um und erprobt eine naturschutzfachlich angepasste Pflege von Wegrainen und Ackerrandstreifen.

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Schafbeweidung

Auf ausgewählten Flächen kommt dabei erstmals eine extensive Schafbeweidung zum Einsatz.

Ziel ist es, die Flächen langfristig ökologisch aufzuwerten und wieder artenreiche Säume zu entwickeln. Wegraine und Ackerrandstreifen übernehmen eine wichtige Rolle im Biotopverbund: Sie vernetzen Lebensräume, bieten Nahrung und Rückzugsräume für Insekten und sind insbesondere für die Feldvogelarten wie das Rebhuhn oder den Raubwürger von großer Bedeutung.

 

 

Warum Schafbeweidung?

Bisher wurden viele dieser Flächen im Rahmen der Unterhaltungspflege regelmäßig gemulcht. Diese Pflegeform erhält die Flächen zwar offen, führt jedoch langfristig häufig zu artenärmeren Beständen. Mit der Schafbeweidung wird nun ein naturschutzfachlich angepasster Ansatz erprobt.

Die Beweidung mit Schafen ist eine besonders schonende und zugleich wirksame Form der Landschaftspflege. Sie orientiert sich an traditionellen Nutzungsformen der Kulturlandschaft und bringt mehrere Vorteile mit sich:

  • strukturreichere und schonende Entwicklung der Vegetation
  • Förderung lichtliebender Wildpflanzen
  • geringere Nährstoffanreicherung durch Verzicht auf Mulchen
  • bessere Lebensbedingungen für Insekten und Bodenbrüter
  • geringere Störungen und Verluste von Insekten und Kleintieren

Im Vergleich zur rein technischen Pflege entstehen deutlich geringere Treibhausgasemissionen und es fallen keine Entsorgungskosten für das Mahdgut an. Gleichzeitig trägt die Beweidung dazu bei, ökologisch wertvollere Flächen zu entwickeln.

Pilotprojekt vor Ort

Die Beweidung erfolgt in Zusammenarbeit mit einem lokalen Schafhalter und wird zunächst auf ausgewählten Flächen der Ersatzmaßnahme erprobt. Ziel ist es, praktische Erfahrungen zu sammeln und zu prüfen, in welchem Umfang diese Pflegeform künftig ausgeweitet und dauerhaft betrieben werden kann. Perspektivisch ist eine ein- bis zweimalige Beweidung pro Jahr vorgesehen. Die Flächen werden jeweils nur für wenige Tage beweidet.

Flächen der Ersatzmaßnahme, welche sich nicht für eine Beweidung eignen, werden durch den städtischen Bauhof technisch und naturschutzgerecht gepflegt. Das Mahdgut wird dabei abtransportiert.

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Rücksichtnahme während der Beweidung

Bitte nehmen Sie während der Beweidung Rücksicht:

  • Hunde bitte anleinen
  • Tiere nicht füttern oder stören
  • Abstand zu den Tieren und Zäunen halten
  • bitte langsam fahren

Mit dem Projekt „Artenreiche Feldflur“ greift die Stadt den im Rahmen der Zertifizierung „StadtGrün naturnah“ verfolgten Ansatz auf und überträgt ihn auf den Außenbereich.

 

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Schutz des Rebhuhns

Auch der Schutz des Rebhuhns wird in der Region seit mehreren Jahren vorangetrieben.

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Aufbauend auf einem Rebhuhnschutz-Projekt im Bad Zwestener Raum werden auch in der Feldflur südöstlich von Bad Wildungen Maßnahmen seit 2021 umgesetzt. Das Rebhuhn gilt als Leitart einer strukturreichen und insektenreichen Agrarlandschaft. Wo sich seine Bestände stabilisieren, profitieren viele andere Arten auch. Nicht ohne Grund wurde das Rebhuhn zum Vogel des Jahres 2026 gewählt.

In Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben werden geeignete Nahrungs- und Deckungsflächen entwickelt. Dazu zählen angepasste Saaten, reduzierte Saatdichten und stehengelassene Streifen. Die fachliche Koordination erfolgt über den Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen.

Ergänzend zu den Maßnahmen auf den Ackerflächen wird auch die Heckenpflege durch die Stadt angepasst. Dies unterstützt die Ziele der anerkannten Ersatzmaßnahme. So werden Gehölze künftig abschnittsweise und regelmäßig wiederkehrend gepflegt. Dabei bleiben Teilbereiche ungeschnitten, sodass über die Jahre unterschiedliche Alters- und Höhenstrukturen entstehen. Diese Strukturvielfalt verbessert die Lebensbedingungen vieler Arten und erhält trotzdem wichtige Ansitzwarten, unter anderem für den seltenen Raubwürger, der im Raum Braunau regelmäßig zu beobachten ist.

Die Feldflur rund um Bad Wildungen ist ökologisch besonders wertvoll. Auch Passanten können zu ihrem Schutz beitragen, indem sie zum Beispiel Hunde in der Brutzeit im Rebhuhngebiet anleinen“, so Andrea Imhäuser vom LLH.

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Förderung seltener Wildkräuter

Bad Wildungen verfügt über mehrere besonders hochwertige Ackerstandorte mit seltenen Ackerwildkräutern.

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Dazu zählen unter anderem das Acker-Adonisröschen, der Acker-Rittersporn, der Acker-Steinsame oder der Acker-Hohlzahn. Diese Arten sind keine klassischen „Unkräuter“, sondern seltene und spezialisierte Wildpflanzen der traditionellen Ackerlandschaft.

Sie sind auf bestimmte Standortbedingungen und eine extensive Bewirtschaftung angewiesen und vielerorts stark zurückgegangen. Bundesweit gelten Ackerwildkräuter als die am stärksten gefährdete Pflanzengruppe in der Agrarlandschaft.

In der Region konnten sich noch bedeutende Restvorkommen erhalten.

 

 

Die Betreuung dieser Flächen wird fachlich durch den Landkreis koordiniert. Über Agrarumweltprogramme, insbesondere das Hessische Agrarumwelt und Landschaftspflegeprogramm (HALM), und vertragliche Vereinbarungen mit landwirtschaftlichen Betrieben werden die Bewirtschaftungsformen entsprechend angepasst. Dazu gehören unter anderem die Aussaat geeigneter Kulturen, weniger Dünger, eine angepasste Bodenbearbeitung und eingeschränkter Pflanzenschutz

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Wacholderpfad

Hier folgen zeitnah weitere Informationen.

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