Der KLENZ nutzt ein Netzdiagramm, um den Fortschritt der Energiewende, des Klimaschutzes und der Klimaanpassung darzustellen. Dabei werden die Fortschritte in Prozent angegeben, sodass auf einen Blick ersichtlich ist, in welchen Bereichen bereits Erfolge erzielt wurden und wo noch Handlungsbedarf besteht.
Die Bewertung erfolgt in vier Themenbereichen:
- Strategische Themenbereiche: Hier wird der Stand der Zielsetzungen, Planungen und institutionellen Verankerung bewertet.
- Energiesektoren: Dieser Bereich umfasst die Energieversorgung, Effizienzmaßnahmen und den Ausbau erneuerbarer Energien.
- Akteursbezogene Themenbereiche: Es wird untersucht, inwieweit lokale Akteure wie Unternehmen, Bürger und Verwaltung in den Prozess eingebunden sind und welche Öffentlichkeitsarbeit stattfindet.
- Klimawandelanpassung: Der Fokus liegt auf Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels, wie etwa Regenrückhaltung und die Förderung von Blühflächen.
Diese vereinfachte Darstellung kann als Ausgangspunkt für weitere Maßnahmen und Strategien in Bad Wildungen dienen.
In einigen Bereichen ist Bad Wildungen bereits gut aufgestellt, insbesondere auf der Planungsebene. Die Grundlagenarbeit für eine systematische Herangehensweise an die Herausforderungen des Klimawandels ist solide. Dennoch liegt viel Arbeit vor uns, da ein Großteil der Energieversorgung weiterhin auf fossilen Quellen basiert. Um die Treibhausgasneutralität bis 2045 zu erreichen, müssen wir nicht nur mehr Energie aus regenerativen Quellen gewinnen, sondern auch die Energieeffizienz deutlich steigern. Aber nicht verunsichern lassen. Selbst bei 100%iger Ökostromproduktion wären im Netzdiagramm nur 33% erreichbar, da die Energieversorgung auch den Wärmebedarf und den Verkehr umfasst und der Datenstand teilweise noch auf dem Jahr 2021 basiert.
Übrigens wird im Rahmen der Erstellung des integrierten Klimaschutzkonzeptes (iKSK) eine Energie- und Treibhausgasbilanzierung für die Stadt Bad Wildungen durchgeführt. Diese Bilanzierung betrachtet mithilfe eines empirischen Untersuchungsansatzes den aktuellen Stand der Energieversorgung und Treibhausgasemissionen im Detail. Die Ergebnisse werden zusammen mit dem iKSK veröffentlicht.