Staatssekretär verleiht Bad Wildungen das Sicherheitssiegel
Als achtzehnte hessische Kommune hat Innenstaatssekretär Stefan Sauer nach der erfolgreichen Entwicklung eines Präventionspaketes zur Erhöhung des Sicherheitsgefühls der Stadt Bad Wildungen das KOMPASS-Sicherheitssiegel verliehen. Die knapp 18.500 Einwohner große Stadt ist dem Programm des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport im Februar 2020 beigetreten und hat seitdem zielgerichtet und engagiert Maßnahmen für ein besseres Sicherheitsgefühl umgesetzt.
„Um das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger in Hessen weiter zu verbessern, wurde von uns 2017 das KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel (KOMPASS) entwickelt. Ziel von Kompass ist die kommunale Sicherheitsarchitektur bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Die Stadt Bad Wildungen hat sich vorbildlich um die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl ihrer Bürgerinnen und Bürger gekümmert und mit großem Engagement alle notwendigen Schritte im KOMPASS-Prozess durchlaufen sowie die lokalen Sicherheitsbedarfe auf allen Ebenen umfassend und nachvollziehbar erhoben. Durch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligter konnten daraufhin eine ganze Reihe von wichtigen Maßnahmen umgesetzt werden, die zu einer Verbesserung der Sicherheitslage und des Sicherheitsgefühls in der Stadt beitragen werden. Am Ende eines solchen Prozesses für die Sicherheit steht die Auszeichnung mit dem Sicherheitssiegel. Es ist das sichtbare und anerkennende Zeichen dafür, dass alle Beteiligten mit großem Einsatz in Bad Wildungen einen spürbaren Mehrwert für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger erarbeitet haben. Ich gratuliere der Stadt sehr herzlich zu diesem Erfolg und der damit verbundenen KOMPASS-Siegelverleihung“, sagte Staatssekretär Stefan Sauer.
Sicherheitsgefühl und Angstorte im Fokus
Eine durch die Justus-Liebig-Universität Gießen im Rahmen der Bestandsaufnahme begleitete Bürgerbefragung hat ergeben, dass u. a. die Aspekte nächtliches Sicherheitsgefühl an öffentlichen Orten, Kriminalität, Verkehr, sowie alternative Aufenthaltsorte für Jugendliche genannt wurden. Nach Feststellung der Problembereiche und „Angstorte“ wurde ein umfassender Maßnahmenkatalog erarbeitet, um die erkannten Sicherheitsbedarfe zu decken. Entwickelte bzw. umgesetzte KOMPASS-Maßnahmen sind u. a. die Aufnahme der Altstadt in das Förderprogramm „Lebendige Zentren“ mit dem Ziel der Neugestaltung einzelner Bereiche insbesondere im Hinblick auf Beleuchtung, Übersichtlichkeit und leichte Orientierbarkeit sowie die Planung von gestalterischen und baulichen Änderungen zur Beseitigung und Vermeidung von „Angsträumen“. Damit einhergehend sollen das „Therapeutikum“ und das „Badehaus“ zur Beseitigung von sogenannten „Lost Places“ und damit verbundener Erhöhung der Sozialraumkontrolle abgerissen werden. Darüber hinaus wurde die Task-Force „Saubere Stadt“ gegründet, um mit der Durchführung verschiedener Aktionen die Sauberkeit im öffentlichen Raum zu erhöhen. Zusätzlich wurde ein Freiwilliger Polizeidienst mit aktuell drei Polizeihelferinnen und Polizeihelfern eingerichtet sowie eine Schutzfrau vor Ort beauftragt.




