Nach mehrmonatiger Vakanz übernimmt seit Dezember 2023 Maximilian Malte Paul die Stelle als Klimaschutzmanager in Bad Wildungen. Für Herrn Paul ist der neue Einsatzort ein Heimspiel, da er im Ortsteil Wega aufwuchs, wo er auch heute wieder mit seiner Familie lebt.

Nach seinem Studium der Physischen Geographie arbeitete er seit 2016 in Berlin als Ingenieur im technischen Umweltschutz. Im Jahr 2021 wechselte er zum Landkreis Waldeck-Frankenberg in die Sachgebiete Untere Naturschutzbehörde und Geopark GrenzWelten.

Zu seinen neuen Aufgaben als Klimaschutzmanager in Bad Wildungen zählen in erster Linie die Erarbeitung eines kommunalen Klimaschutzkonzepts, in welchem Ziele und Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen aufgezeigt werden. Ferner ist er Ansprechpartner für alle Belange des kommunalen Klimaschutzes.

Zeitgleich mit seinem Arbeitsbeginn trat die Stadt Bad Wildungen der interkommunalen Kooperation mit dem Landkreis Waldeck-Frankenberg und dem Zweckverband Energie Waldeck-Frankenberg bei. Die sich abzeichnende Verpflichtung zur kommunalen Wärmeplanung auch für Kommunen unter 20.000 Einwohner wurde so dem Zweckverband übertragen. Weiterhin kam es zum Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit dem Landkreis, die eine gemeinsame Erstellung eines integrierten Klimaanpassungskonzeptes zum Inhalt hat. Beide Kooperationen zielen darauf ab, den Herausforderungen des Klimawandels strategisch und investiv zu begegnen, ohne dabei die Handlungsfähigkeit einzelner Kommunen zu überfordern.

Maximilian Malte Paul: „Der Schlüssel zum Erreichen der Klimaneutralität spätestens bis in das Jahr 2045 liegt in der Effizienzsteigerung sowie in der dezentralen Energieversorgung durch regenerative Energien. Diese müssen im naturverträglichen Sinne und entsprechend der naturräumlichen Ausstattung der Kommune weiter erschlossen werden“.

Nicht jede erneuerbare Energieform kommt dabei zum Zuge. „Der Teilregionalplan Energie des Landes Hessen weist beispielsweise keine Vorrangflächen für große Windkraftanlagen in der Gemeinde Bad Wildungen aus, sodass die Windenergie nur kleinmaßstäbig etwa auf Hausdächern durch Kleinwindkraftanlagen genutzt werden kann“, so Paul.

Auch die Erarbeitung von Anpassungsstrategien, die Erweiterung des Nahverkehrs, der Ausbau des Radwegnetzes und die Installation von PV-Anlagen sowie Beratungsleistungen sollen in Zukunft weiter forciert werden.

Großen Wert legt die Stadt Bad Wildungen auf die Einbindung der Bevölkerung beim Klimaschutz, weshalb auch öffentliche Veranstaltungen Teil des Klimaschutzmanagements sein werden. Zudem sollen Voraussetzungen geschaffen werden, um mit wirtschaftlichen Anreizen die Bereitschaft der Bevölkerung für mehr Klimaschutz zu erhöhen.

Für Anregungen, Fragen oder Hinweise ist das Klimaschutzmanagement der Stadt Bad Wildungen wie folgt erreichbar:

Telefon: 05621 701-430

E-Mail: maximilian-malte.paul@bad-wildungen.de

Weitere Informationen sind auch auf der Bad Wildunger Homepage hinterlegt: https://www.bad-wildungen.de/stadtverwaltung/kommunaler-klimaschutz/