Wega ist eines der beiden Bad Wildunger „Ederdörfer“. Die Lage am Rande des hier breiter werden Flußtales und die malerischen Ederauen (Naturschutzgebiet) prägen bis heute den Ort. Er liegt ein wenig oberhalb der Mündung des Wildbaches in die Eder, der alte Ortskern schmiegt sich dicht an den westlich gelegenen bewaldeten Roten Berg. Wega wurde im Jahr 1209 erstmals („Wege“) urkundlich erwähnt. Seit jeher kreuzten sich hier wichtige Straßen, der Ort ist Bahnstation und liegt an gut ausgebauten Radwegen.
Als die Schweden während des 30jährigen Krieges das Dorf völlig zerstörten, blieb nur ein Teil der romanischen Kirche stehen; sie wurde später in der heutigen Form nach und nach wieder aufgebaut. Mitte des 19. Jahrhunderts versuchte man, bei Wega in der Eder Gold zu waschen, doch es lohnte sich nicht. Im 20. Jahrhundert wurde der kleine Ort am Schnittpunkt der Eisenbahnlinien zwischen Bad Wildungen, Kassel, Korbach und ins Ruhrgebiet zum Industriestandort. In großen Hallen wurden ab den 1960er Jahren hochwertige Kunststoffe verarbeitet; heute ist dort ein Logistik-Unternehmen ansässig.
