An der Bundesstraße B 253 von Bad Wildungen in Richtung Frankenberg liegt Hundsdorf, das Tor in das liebliche Tal der Urff, das die grünen Höhen des Kellerwaldes durchzieht.
Der eigentliche Ortskern mit Bauernhöfen, Neubaugebieten und der hübschen Kirche liegt ein wenig abseits der Bundesstraße. In Hundsdorf wurde dank des üppigen Waldreichtums der Umgebung seit jeher vorrangig Holzwirtschaft betrieben. Dazu zählte unter anderem auch die Veredelung des Naturrohstoffes und die Herstellung von Holzkohle.
Neben unzähligen Kohlenmeilern um den Ort herum gab es in Kriegs- und Nachkriegszeiten in Hundsdorf auch eine „Holz-Tankstelle“, wo wegen Mangels an Benzin und Diesel mittels Holz-Vergasung Kraftstoff produziert wurde. Heute sind noch die Überreste von zwei Kohlen-Meilern zu erkennen und das Walddorf mit noch immer aktueller Waldarbeiter-Tradition macht durch den Nachbau eines Kohlenmeilers im Ortskern auf seine Geschichte aufmerksam.
Die Hundsdorfer Kirche wurde von 1900 bis 1902 im neugotischen Stil erbaut. 2002 konnte der Eingangsbereich der auf einer Anhöhe stehenden Kirche mit vorbildlicher Eigenleistung der Dorfbewohner barrierefrei erneuert werden.
