Bergfreiheit liegt im Tal des Urffbaches im Hohen Kellerwald und hat etwa 320 Einwohner. Nach Süden steigen die dicht bewaldeten Berge bis zur höchsten Erhebung, dem „Wüstegarten“ bis auf 675 Meter an.
Am 14.09.1561 erließ Graf Samuel von Waldeck ein Edikt über die „Bergfreyheiten im Thale der Urf“, welches der Bergmannssiedlung den Namen geben sollte. Hier wurde zunächst Eisen-, später auch Kupfererz abgebaut. Als Ausgleich für die schwere gefährliche Arbeit unter Tage gewährte der Landesherr den Bergleuten außergewöhnliche Privilegien, die „Bergfreyheiten“ wie z.B. Schankrecht, kleines Jagdrecht, Schacht- und Stollenrecht, etc. Bereits 1590 wurde die Erzförderung eingestellt. Die ehemalige Kupfermine ist heute als Besucherbergwerk zu besichtigen und öffnet als südlichstes Eingangstor des Geoparks „GrenzWelten“ Waldeck-Frankenberg den Ausgangspunkt für geologische Erkundungen in die Umgebung. Dazu gehört auch ein kulturhistorisch-ökologischer Lehrpfad in die Umgebung des Dorfes.
Das Museum „Altes Bergamt” präsentiert die Geschichte des Bergbaus im Kellerwald. Die kleine Bergmannskirche wurde 1678 an Stelle einer ersten Kapelle neu errichtet. Bekannt ist die ortsansässige Edelsteinschleiferei der Familie Lange, die Steine aus aller Welt – darunter auch den Halbedelstein „Kellerwald-Achat“ – bearbeitet und wunderbaren Schmuck anbietet.
