Klimaanpassung
Es genügt daher nicht mehr, präventiven Klimaschutz zu betreiben, etwa durch die Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Um Klimarisiken vorzubeugen, muss daher auf den Klimawandel mit gezielten Steuerungsmaßnahmen durch Anpassung reagiert werden.
Zu diesem Zweck hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz ein weiteres Förderprogramm von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels geschaffen. Ziel der Förderrichtlinie ist die Erarbeitung eines integrierten und nachhaltigen Anpassungsmanagements, welches Betroffenheit und Handlungserfordernisse identifiziert.
Die Erstellung des Integrierten Klimaanpassungskonzeptes ist zum 1.10.2024 gestartet und der Endbericht soll voraussichtlich im April 2026 vorliegen.
Neben der Vereinbarung zur kommunalen Wärmeplanung hat die Stadt Bad Wildungen am 04.12.2023 eine Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen Erstellung eines integrierten Klimaanpassungskonzeptes mit dem Landkreis Waldeck-Frankenberg abgeschlossen.
Geplant ist, den Förderantrag gemeinsam zu stellen. Aus Kapazitätsgründen wird der Landkreis federführend das auf die jeweilige Kommune zugeschnittene Klimaanpassungsgesetz entwickeln.
Urbane Waldgärten
Die Stadtverwaltung prüft die Umsetzung eines Urbanen Waldgartens und führte dazu eine Bürgerbeteiligung durch. Vom 07.04. – 30.04.2025 war auf der städtischen Beteiligungsplattform eine Umfrage freigeschaltet. Ziel ist es, über das Vorhaben zu informieren, ein Stimmungsbild einzuholen, (Standort-)Ideen zu sammeln und ein Netzwerk aus Interessierten aufzubauen.
Mit der Umfrage konnten sich alle aktiv an der Weiterentwicklung Bad Wildungens beteiligen.
„Natur ist dort, wo keine Kultur ist.“ Diese einfache Definition zeigt, dass wir Natur oft als Gegensatz zu unserem Lebensraum betrachten. Doch diese Trennung greift zu kurz und wird zunehmend zum Problem: Versiegelung, intensive Landnutzung und die Zersplitterung natürlicher Lebensräume beschleunigen –gemeinsam mit dem Klimawandel– den Verlust der Artenvielfalt. Dabei ist der Mensch auf eine intakte Natur angewiesen, nicht umgekehrt.
Urbane Waldgärten – Natur zurück in die Stadt holen
Eine Möglichkeit, die Natur wieder stärker in den menschlichen Lebensraum zu integrieren, sind urbane Waldgärten. Sie ahmen die Struktur naturnaher Wälder nach, indem sie aus mehreren essbaren Pflanzenschichten bestehen – von Obst- und Nussbäumen über Beerensträucher bis hin zu Gemüse und Kräutern. Dadurch entstehen dauerhaft nutzbare, ökologische Grünflächen, die Lebensräume für Tiere schaffen, die Artenvielfalt fördern und nachhaltig erzeugte Nahrungsmittel liefern. Darüber hinaus übernehmen urbane Waldgärten wichtige Klimafunktionen: Sie spenden Schatten, verbessern das Stadtklima durch Verdunstungskälte oder speichern Wasser. Gleichzeitig sind sie Orte der Erholung, Umweltbildung und Gemeinschaft.
Ihre langfristige Entwicklung hängt jedoch von einer engagierten Pflege und gemeinschaftlicher Verantwortung ab: Urbane Waldgärten sind ein Gemeinschaftsprojekt, von den Bürgern für die Bürger und die Natur!
