Nach gründlichen Analysen und zahlreichen Überlegungen hat die Stadt Bad Wildungen im Juni 2023 die Freizeiteinrichtung Heloponte endgültig schließen müssen.

Die seinerzeit architektonisch hochwertige Freizeiteinrichtung, die 50 Jahre lang für zahlreiche Freizeitaktivitäten, wie das Hallenbad, die Saunalandschaft, die Außenschwimmbecken mit den großzügigen Liegewiesen und die Eisbahn, welche aber schon seit zwölf Jahren geschlossen ist, genutzt wurde, wies gravierende statische und bautechnische Mängel auf, so-dass die Schwimmhalle als einsturzgefährdet eingestuft wurde. Die Entscheidung, die Einrichtung zu schließen, wurde nach eingehender Begutachtung und der Feststellung, dass eine Sanierung im Bestand nicht möglich sei, im Sommer 2023 getroffen.

„Wir bedauern, dass wir diesen Schritt gehen mussten, aber die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie die langfristigen Nutzungsmöglichkeiten sind uns sehr wichtig“, erklärt
Bürgermeister Ralf Gutheil. „Trotz der emotionalen Bedeutung dieses Ortes für viele war es notwendig, diesen Schritt zu gehen“.

Nach intensiven politischen Beratungen und der Zustimmung durch die zuständigen Gremien hat die Stadt Bad Wildungen im November 2024 die Abbruchgenehmigung für den gesamten Komplex erhalten.

Seit Montag, 28.04.2025 hat nun eine regional ansässige Firma, welche nach dem Ausschreibungsverfahren den Zuschlag bekommen hat, mit der Umsetzung der Abbruchmaßnahmen begonnen. Die erste Phase umfasst die Baustelleneinrichtung sowie die Räumung des Gebäudekomplexes, einschließlich einer Schadstoffsanierung (Entfernen von Schadstoffen, wie z.B. Mineralwolle), die in erster Linie im Technikkeller durchgeführt wird. Um die Sicherheit während dieser Arbeiten zu gewährleisten, werden unter die abgängigen Leimholzbinder Abstützungen angebracht.

Für die Arbeiten musste ein statisches Abbruchkonzept erstellt werden, sodass ein sicherer Rückbau gewährleistet werden kann und die abgängigen Holzbinder nicht unkontrolliert in die Schwimmhalle stürzen bzw. nach Rückbau der dicht an der Stresemannstraße liegenden unteren Geschosse (Umkleideebene und Technikgeschoss), die Straße nicht in die entstehende Baugrube rutscht.

Nachdem die ersten Arbeitsschritte und die Schadstoffsanierung abgeschlossen sind, beginnt etwa vier bis fünf Wochen später im Juni der konventionelle Abbruch mit dem Antransport der Großgeräte für den Abbruch der Schwimmhalle, der Außenbecken, der Gebäude und der Eisbahn.

Die gesamte Maßnahme soll im Spätsommer/Herbst 2025 abgeschlossen sein und das Gelände wird dann für zukünftige Entwicklungen aufgefüllt, modelliert und eingesät.

Die unmittelbaren Anwohner wurden zu einer Infoveranstaltung, in der der Ablauf und die Ausführung der Abbrucharbeiten ausführlich geschildert werden, eingeladen.