Vielfältige städtebauliche Projekte sind in der Bad Wildunger Altstadt gestartet worden. Hierzu gehören die Schaffung von neuen Aufenthaltsqualitäten rund um das Rathaus und in der südlichen Altstadt sowie die grundhafte Sanierung des Gebäudes „Brunnenstraße 34“. Parallel hierzu steht im Fokus der Planenden der Ausbau der Angebotsstruktur in der Altstadt. Unter Berücksichtigung von Bestandserhebungen im Handel bzw. in der Gastronomie erfolgten Store-Checks und individuelle Beratungsgespräche. Im Rahmen von Online-Veranstaltungen erhielten Interessierte kostenlos Informationen zu ihrem Online-Auftritt, zu einer Social-Media-Präsenz und der Pflege digitaler Medien.

Eine Idee, das Angebot der Altstadt auszubauen, ist die Bereitstellung von sogenannten Pop-up-Stores. Pop-up-Stores sind Geschäfte oder gastronomische Betriebe, die an einem ausgewählten Standort erscheinen und bereits nach einem Tag oder auch erst nach sechs Monaten wieder verschwinden. In den Stores können Unternehmen die Akzeptanz neuer Produkte und ihres Angebots testen.

Die Stadt Bad Wildungen hat zur Umsetzung dieser Idee im Herzen der Altstadt das Erdgeschoss der „Brunnenstraße 34“ mit 70 m² Fläche, attraktiver Schaufensterfläche und geringem Mietpreis zur Verfügung gestellt.  

Bürgermeister Ralf Gutheil: „Mit dem Slogan ‚Lust auf Pop-up‘ haben wir die Idee beworben. In der heutigen Zeit Mutige zu finden, die ihre Geschäftsidee ausprobieren wollen, ist nicht einfach. Frau Monja Carolin Kühn gehört zu diesen Mutigen und eröffnet den ersten Pop-up-Store in unserer Altstadt. Für zunächst drei Monate wird Sie die „Monj-Art – Atelier + Galerie“ in der „Brunnenstraße 34“ betreiben und ihre Geschäftsidee, die auf dem Konzept des Upcyclings basiert – also die über das reine Recycling von Materialien hinausgehende Aufwertung von Gegenständen – ausprobieren.

Ein Geschäft mit diesem Angebot besteht in Bad Wildungen noch nicht. Verwendet werden verschiedene Stoffe sowie andere Gegenstände, die andernfalls ausgedient hätten und z. T. weggeschmissen würden. Die Spezialisierung liegt auf Kleidung und Accessoires, wie Gürtel, Taschen oder Schürzen So wird aus alten Fahrradschläuchen z. B. ein neuer Gürtel oder aus nicht mehr verwendeten Krawatten eine Schürze. Das Konzept liegt im Trend wachsender Nachhaltigkeitsansprüche, da es zum Ressourcenschutz beiträgt und ausschließlich lokale Produkte Verwendung finden.

Weitere Informationen zum Pop-up sowie Kontaktdaten können Interessierte auf der Altstadthomepage finden (https://www.altstadt-bad-wildungen.de/foerderung-beratung#c375). Bis Mitte 2024 wird die „Brunnenstraße 34“ voraussichtlich noch zur Verfügung stehen, um Unternehmenskonzepte kurzzeitig zu testen. Danach soll mit der Sanierung des Gebäudes begonnen werden.

Bei der Umsetzung des Pop-up-Konzepts wird die Stadt Bad Wildungen von den Experten der CIMA Beratung + Management GmbH aus Hannover unterstützt, die auf die Entwicklung von Städten und Regionen spezialisiert ist.