Bürgermeister Ralf Gutheil zurück im Amt
Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Wildungen,
nach längerer Krankheit und Rehabilitation habe ich am 14.01.2026 meine Arbeit im Rathaus wieder aufgenommen. Vielen Dank für die ermutigenden Worte, die mich auf unterschiedlichen Wegen erreicht haben. Mein besonderer Dank gilt unserem Ersten Stadtrat Hartmut Otto für seine Vertretung, sowie den Amtsleitungen und allen Mitarbeiter/innen der Stadtverwaltung, die ihre Arbeit während meiner Abwesenheit in gewohnter Qualität und Zuverlässigkeit fortgeführt haben. Danke auch an die Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung, die sich der neuen Situation gestellt und im respektvollen und produktiven Umgang wichtige Entscheidungen auf den Weg gebracht haben. Sowohl vor meiner Abwesenheit, als auch nach meiner Rückkehr fand eine ordentliche Übergabe mit meinem Vertreter statt. Die großen Themen wurden im Vorfeld besprochen und entsprechend unserer Absprache fortgeführt. Bei größeren Entscheidungen wurde ich auch während meiner Erkrankung in Kenntnis gesetzt. Die in meiner Abwesenheit getroffenen Entscheidungen werden von mir mitgetragen.
Die Pause war wichtig und hat mir Zeit zum Reflektieren gegeben. Im Zuge einer Wiedereingliederung starte ich zunächst mit einer verminderten Stundenanzahl. Ab dem 15. Februar 2026 werde ich das Amt des Bürgermeisters wieder in Vollzeit ausführen. Ich nutze die Zeit, um mit den verschiedenen Akteuren der Stadtverwaltung und Stadtpolitik zusammenzukommen und gemeinsam die künftigen Ziele, Aufgaben und Strukturen meiner weiteren Amtszeit zu besprechen. Mein Ziel bleibt eine transparente, faire und effiziente Zusammenarbeit, in der sich alle gehört und mitgenommen fühlen. Gerne möchte ich bestehende Kommunikationswege überdenken und ein gemeinsames Kernziel definieren. Neben dem Voranbringen der bekannten Großprojekte ist für mich das Entwickeln eines solchen Leitbildes für die Stadt Bad Wildungen ein wichtiges Thema der nächsten Wochen. Meine Pflichten als Bürgermeister werde ich dabei natürlich nach besten Kräften nachkommen. Meine Krankheit hat mir auch gezeigt, dass ich für meine weitere Amtszeit Prioritäten festlegen und Grenzen abstecken muss. Neben geregelten Arbeitszeiten gehören dazu auch entsprechende Erholungsphasen, zum Beispiel planbarer Urlaub, die ich mir im Rückblick der letzten Jahre und in Anbetracht der vielen Arbeit, nicht ausreichend zugesprochen habe. Mit meinem Vorzimmer ist abgestimmt, dass ich mit meiner Rückkehr möglichst weniger Abendtermine pro Woche wahrnehme und unter Berücksichtigung anstehender Verpflichtungen an den Wochenenden, trotzdem entsprechende Erholungsphasen an den Wochenenden einzuplanen sind. Sowohl mein Stellvertreter Herr Erster Stadtrat Hartmut Otto, als auch die Mitglieder des Magistrats sind hierüber bereits informiert. Sie werden künftig häufiger repräsentative Termine übernehmen. Sollte sich kein Vertreter finden, müssen perspektivisch Termine auch abgesagt werden. Um wichtige Informationen zu bündeln und mich zu entlasten, soll die externe Kommunikation darüber hinaus zunächst ausschließlich über mein Vorzimmer laufen.
Aktuell bekleide ich neben dem Bürgermeisteramt 17 weitere Posten, von denen sieben kraft Amtes auferlegt sind. Letztere möchte ich natürlich und selbstverständlich gerne weiterführen. Um mich stärker auf meine Kernarbeit in der Stadtverwaltung konzentrieren zu können, muss ich mich zwangsläufig von einigen Aufgaben trennen. Dies möchte ich noch durchdenken und mit den zuständigen Personen klären, bevor ich weitere Angaben machen kann.
Sicher sorgte meine Kandidatur für den Kreistag an der ein oder anderen Stelle für Verwunderung. Die Aufstellung für Platz 2 der SPD-Liste für den Kreistag erfolgte, bevor sich bei mir die Anzeichen für eine Erkrankung abzeichneten. Dennoch möchte ich aber an dieser Entscheidung festhalten. Als Bürgermeister kenne ich die lokalen Belange der Stadt mit am besten und verstehe mich als Brücke zwischen kommunaler und kreisweiter Ebene. Wie CDU-Fraktionsvorsitzender Marc Vaupel in seiner Haushaltsrede anbrachte, ist dieser Posten natürlich nicht frei von eventuellen Interessenskonflikten. Mit einem Sitz im Kreistag kann ich mich jedoch auf anderer Ebene entschieden für die Interessen der Stadt Bad Wildungen einsetzen und bei Entscheidungen zugunsten der Stadt Einfluss nehmen. So sind mit dem Sitz im Kreistag durchaus auch große Chancen verbunden. Gerne möchte ich betonen, dass bei der Wahrnehmung meines Kreismandats die Aufgaben der Stadt immer Vorrang hatten und auch weiterhin haben werden. Ich freue mich darauf, mit neuer Kraft in das Bürgermeisteramt zurückgekehrt zu sein und nun wieder gemeinsam mit den wichtigen Akteuren der Stadtverwaltung und Stadtpolitik die Stärken und Potenziale dieser wunderbaren Kurstadt herauszuarbeiten. Vielen Dank an Sie, dass Sie uns bei diesen Aufgaben und Herausforderungen unterstützen und sich aktiv bei den Gestaltungsprozessen mit einbringen.
Auf eine weiterhin gute und ertragreiche Zusammenarbeit!
Ihr Ralf Gutheil
Bürgermeister der Stadt Bad Wildungen
