Bewilligungsbescheid Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ er-halten
Im September 2025 hat das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum die Ausschreibung für das Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ gestartet. Zum dritten Mal nach 2021 und 2022 konnten alle hessischen Kommunen Projektanträge zu diesem Förderprogramm einreichen.
In Bad Wildungen haben sich Elena Helwich (Altstadtmanagement), Lisa Beutler (Leitung Kulturamt und Städtische Museen), Robert Hilligus (Stadtbauamt) und Frank Volke (Vorsitzender des Altstadtvereins) mit Clemens Exner vom Fördergebietsmanagement der Altstadt zusammengesetzt und die Inhalte des Förderantrags zusammengestellt. Am 17.12.2025 konnten Erster Stadtrat Hartmut Otto und Lisa Beutler den Bewilligungsbescheid in Frankfurt entgegennehmen.
Im Bad Wildunger Antrag wurden unter den Titeln „Identitätsorte“, „Qualitätsoffensive Ladenbelebung“ und „Altstadtinseln“ vielfältige Projekte zur Schaffung weiterer Angebote in der Innenstadt formuliert.
Zu 90 % werden nun das Bibliotheksverwaltungssystem, die öffentlich nutzbaren PCs, die Möblierung und das Veranstaltungsequipment für das neue Stadtarchiv im Gebäude „Kornstraße 4“ gefördert. Das Fachwerkhaus „Kornstraße 4“ wird mit Mitteln des städtebaulichen Förderprogramm „Lebendige Zentren“ 2026/2027 zu einem zentralen Stadtarchiv umgebaut. Das Erdgeschoss wird barrierefrei erreichbar sein, und es werden für alle historisch Interessierte PC-Arbeitsplätze zur Recherche bereitstehen. Nach Bedarf werden Bücher aus dem Bestand an die Arbeitsplätze gebracht.
Ein weiteres, förderfähiges Projekt stellt die technische Optimierung des historischen Gewölbekellers vom ehemaligen Ratskeller dar. Zusammen mit dem Vorraum und den barrierefreien Toiletten soll ein Ort entstehen, der zum Beispiel für städtische Veranstaltungen und Vereinstreffen zu nutzen ist und in die bestehenden Stadtführungen integriert werden kann.
Die „Qualitätsoffensive Ladenbelebung“ sieht vor, den erfolgreich im Objekt „Brunnenstraße 34“ betriebenen Quartiersladen in einem anderen Gebäude wieder aufleben zu lassen. Entstehen kann in den Räumlichkeiten ein Pop-up-Store, ein Ausstellungsraum oder eine Anlaufstelle für Fragen rund um das Förderprogramm.
Das Projekt „Altstadtinseln“ eröffnet die finanziellen Möglichkeiten, nicht genutzte öffentliche Freiräume mit der Bewohnerschaft zu entwickeln. Hierbei ist an die Fläche auf dem Parkdeck „Kaiserlinde“ und die Grünflächen westlich des „Roten Hahns“ an der Straße „Dürrer Hagen“ gedacht.
Alle Beteiligten sind sich einig, dass mit diesen Fördergeldern weitere zukunftsweisende Impulse in der Altstadt gesetzt werden können. Impulse, die über die baulichen Projekte des Programms „Lebendige Zentren“ hinausgehen.
