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Stolpersteine

Bad Wildungen hat seine Stolpersteine. Sie gehören zum Alltagsbild der Stadt, auch viele Gäste kennen sie bereits und andere Orte nehmen sich ein Beispiel daran: Seit 2006 wurden über 100 Steine verlegt, die seither an das Schicksal der im Nationalsozialismus deportierten und ermordeten Juden erinnern.

Die Stolperstein-Initiative lebt von der Unterstützung durch die Bevölkerung, die Kirchengemeinden, Parteien, Schulen, Vereine und Kliniken vor Ort. Höhepunkt der letzten 15 Jahre waren die Erstellung eines Films über die örtlichen Stolpersteine durch den Israeli David Blum und der Besuch von sieben Juden aus vier Kontinenten, die 2012 zu einer Ausstellungseröffnung in die Heimatstadt ihrer Eltern reisten. Tief bewegt standen die Nachfahren vor den „Stolpersteinen“ ihrer Angehörigen. Manche sahen darin eine Art Grabstein und putzten die Steine blank. Durch die anschließenden gemeinsamen Besuche von Archiven, Friedhöfen und Zeitzeugen entstanden enge Kontakte. Die Gäste spürten, dass Deutschland heute ein weltoffenes, freies und demokratisches Land ist.

Waren die Stolpersteine vor 15 Jahren im Landkreis Waldeck-Frankenberg kaum bekannt, so sind sie heute eine echte „Marke“ und liegen an markanten Wegen in der Stadt verteilt, um an eine Zeit zu erinnern, die keiner mehr haben möchte. Viele Gäste der Stadt kennen und schätzen die Stolpersteine, die nicht nur in Bad Wildungen, sondern in ganz Deutschland verteilt in Städten und Orten zu finden sind. Die Veranstaltungen der Bad Wildunger Stolpersteingruppe werden gern besucht. Die vorerst letzte Stolpersteinverlegung fand am 3. Oktober 2020 statt.

So gab es bisher bereits Stadtrundgänge historischer und kultureller Art, Vorträge, Zeitzeugenbefragungen, zwei Fotoausstellungen und eine Filmdarbietung. Ein israelischer Kurgast zeigte sich so beeindruckt, dass er vor Ort bereits zwei Filme über die „Stolpersteine“ drehte. Schüler der Enseschule sowie freiwillige „Putzpaten“ putzen die Messingoberfläche der Steine.
2012 fand ein besonderes Treffen statt: Acht Kinder ehemaliger Bad Wildunger Juden besuchten für eine Woche die Stadt; sie stammen aus Argentinien, Deutschland, Israel, Norwegen und den USA und lernten sich in Bad Wildungen erstmals persönlich kennen.

Neben Artikeln in Tageszeitungen und Geschichtszeitschriften hat die örtliche Initiative auch die Broschüre „Hier lebte...“ herausgebracht, die bereits in vierter Auflage erschien und in allen Buchhandlungen, Tourist-Infos und Museen kostenlos erhältlich ist. „Dass die Steine liegen, ist gut. Aber wir wollen auch durch andere Aktivitäten erreichen, dass die Opfer nicht vergessen werden“, so die Initiative.
Dabei gehen die Wildunger als gutes Beispiel voran: Die Stadt ist die erste und einzige im Altkreis Waldeck, in der „Stolpersteine“ verlegt wurden, und andere lokale Geschichtsgruppen übernehmen Ideen wie die einer eigenen Broschüre.
 
Text: Johannes Grötecke

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