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Barrierefreiheit

Das Thema Barrierefreiheit ist in den letzen Jahren zunehmend in das öffentliche Bewusstsein gerückt. 

Definition

Barrierefrei sind solche baulichen und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für behinderte Menschen in der allgemeinen üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich sind“ (§ 4 Behindertengleichstellungsgesetz (BGG))

Entwicklung der Barrierefreiheit

Ursprung

Mit der Barcelona Erklärung „Die Stadt und die Behinderten“ in 1995 wurde anlässlich des Europäischen Kongresses der rechtliche Grundstein für Barrierefreiheit gelegt.

Die unterzeichnenden Kommunen verpflichten sich in der Erklärung zu Einzelmaßnahmen und zu einer schrittweisen Verwirklichung um allen Bürgern Chancengleichheit, Wohlstand und Mitbestimmung zu gewährleisten. Es gehört in ihre Verantwortung, die Entwicklung von Menschen mit Behinderung zu fördern und ein günstiges Umfeld dafür zu schaffen. 

Am 1. Mai 2002 wurde auf nationaler Ebene durch das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (BGG) ein weiterer Grundstein gelegt. Das Ziel des Gesetzes ist es, die Benachteiligung von behinderten Menschen zu beseitigen und zu verhindern. Die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft soll gewährleistet und eine selbstbestimmte Lebensführung ermöglichen werden.

Bedeutung

Die Notwendigkeit von Barrierefreiheit hat insbesondere durch die demografische Entwicklung in Deutschland sowie das in Kraft treten der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahre 2009 an Bedeutung gewonnen.

Damit einhergehend erstreckt sich die Forderung nach Inklusion in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. 

„Eine inklusive Gesellschaft bezieht behinderte Menschen mit ihren Bedürfnissen von Anfang an ein und grenzt gar nicht erst aus. Die Individualität und Vielfalt der Menschen wird anerkannt und wertgeschätzt.“

Barrierefreiheit für wen?

Barrierefreiheit – nicht nur für Menschen mit Behinderung

Spontan mag man auf die Idee kommen, es geht ausschließlich um Menschen mit Behinderung, wenn man von Barrierefreiheit spricht.

Das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass beispielsweise der Einstieg in einen Bus für eine Frau mit Kinderwagen keine Barriere darstellt. Oder dass für einen jungen Mann, der nach einer Sportverletzung auf Gehhilfen angewiesen ist, Treppenstufen ohne jegliche erhöhte Anstrengung zu überwinden sind.

Was ist mit dem Opa von nebenan, der vielleicht die Signalfarbe der Ampel nicht mehr richtig erkennen kann, wenn er einen Spaziergang durch die Stadt macht, oder der alten schwerhörigen Dame, die ohne eine entsprechende Lautsprechanlage die Predigt in der Kirche nicht hören kann.

All die „kleinen“ alltäglichen Dinge können für viele Menschen Hürden darstellen. Sicher sind die Barrieren nicht unüberwindbar, jedoch sind sie mit mehr Anstrengung verbunden oder fordern die Hilfe Dritter oder die Benutzung von Hilfsmitteln. 

In der Zeitschrift „Leader forum“, Heft 1 aus dem Jahre 2005 wird dazu folgende Aussage gemacht:

 „…eine barrierefrei zugängliche Umwelt ist 

  • für 10 % der Bevölkerung zwingend erforderlich,
  •  für 30-40 % notwendig und 
  •  für 100% komfortabel 
  •  und stellt ein Qualitätsmerkmal dar.“

Fazit

Barrierefreiheit sollte im Interesse aller stehen, denn auch bei dem Jüngsten und Vitalsten wird im Alter die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nachlassen. Aus kleinen Stolpersteinen werden unter Umständen unüberwindbare Barrieren. 

Die aktuellen Tendenzen der Bevölkerungsentwicklung zeigen eine Veränderung der Altersstruktur in der Gesellschaft. Daraus folgt, dass es künftig auch mehr Menschen geben wird, die möglicherweise im Alter zu dem Personenkreis gehören, für den eine barrierefreie Umwelt wirklich notwendig ist.

Zuständiges Amt

Amt für Soziales
Rathaus
Am Markt 1
34537 Bad Wildungen
Tel. 0 56 21 / 7010
Fax: 0 56 21 / 701 - 463

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