Stadt Bad Wildungen

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Tore, Türme, Mauern

In die Stadt führten drei Stadttore: Das Brunnentor (bis 1822), das Wegaer Tor (bis 1824) sowie das Lindentor (bis 1843). Von Stadttor zu Stadttor verlief die Stadtmauer. Verstärkt wurde die Wehrmauer durch drei Wehrtürme, von denen der Rote Hahn und das Rondell noch erhalten sind. Der ehemalige Graue Turm wurde 1833 restlos niedergelegt. 

Der "Rote Hahn"

Roter Hahn

Roter Hahn

Im Südosten der Stadt befindet sich der sogenannte "Rote Hahn".Dieser Rundturm wurde um 1300 zur Verstärkung der Mauer errichtet. Es ist wohl einem glücklichen Zufall zu verdanken, dass der "Rote Hahn" als einziger Wehrturm der Stadt den Stürmen der Zeit getrotzt hat.
1846 nahm man ihm die Turmspitze ab - auf Betreiben des örtlichen Geschichtsvereins bekam der Turmstumpf 1967 nach über 100 Jahren wieder seine Dachspitze mit einem aufgesetzten kupfernen Wetterhahn. Auch die vormalige Turmspitze hatte einen Hahn, dem der Turm wohl auch seinen Namen zu verdanken hat. Der Hahn ist das Symbol für Wachsamkeit.
Der Turmwächter des "Roten Hahns" stand mit allen fünf Feldwarten (Wehrtürme im freien Vorfeld der Stadt) in direkter Sichtverbindung.
Der Zusatz "Rot" geht zurück in die Zeit, als am Turm die rote Blutfahne gehisst wurde, wenn wieder einmal die öffentliche Hinrichtung eines Eingekerkerten anstand. Die Eingekerterten verbrachten im gewölbten Untergeschoss des Turmes die letzten bangen Stunden vor ihrer Hinrichtung.

Grauer Turm

Der "Graue Turm" ist ein Wehrturm aus den Anfängen der Stadtgründung. Sein Verlies diente als "strenges Gefängnis für Mörder, Räuber, ärgste Spitzbuben und der Hexerei beschuldigten Weiber der niedrigsten Bürgerschaft". Der Turm wurde bereits 1787 bis zur Mauerhöhe und von 1818 bis 1820 schließlich vollständig abgebrochen. 

Notpforte

Ein kleines Tor in der Stadtmauer diente als letzter Zufluchtsweg in die vom Feind belagerte Stadt. Bei Ausbruch eines Feuers ermöglichte die Notpforte einen schnellen Zugang zum Löschwasser des im Tale dahin fließenden Wäschebachs.
Die beiden talwärts führenden Treppen werden im Volksmund "Himmels- bzw. Teufelstreppchen" genannt.

Reitzenhagener Tor

Das Reitzenhagener Tor wird auch Lindentor genannten. Es war eine Doppeltoranlage mit einem massiven Innentor- und einem kleinen Außentorturm. Das Tor wurde 1841 als letztes aller Stadttore beseitigt. Vor dem Tor stand bis zur Aufschüttung des "Riesendamms" die gewaltige und uralte "Hexenlinde". In den Hexenprozessen des 17. Jahrhunderts wird sie von den Angeklagten mehrfach als ihr Hexentanzort angegeben. 1640 wurde die Mauer auf Befehl des schwedischen Belagerers General Banér um ein Wesentliches erhöht, was auch heute noch am Mauerwerk zu erkennen ist.

Anno 1552 wurde das Pfortenhaus am Reitzenhagener Tor erbaut. Bis zum Neubau eines Gefängnisses 1909/10 am Breiten Hagen diente dieses Pfortenhaus auch als Gefängnis für "kleine Missetäter und geringe Spitzbuben". Um 1900 wohnte hier der Justizwachtmeister Wilhelm Schäfer mit seiner Familie, daher auch "Schäfers Pforte" genannt. Der nördliche Teil des Hauses wurde nach Niederlegung der Toranlage 1841 angebaut.

Rondell

Rondell

Rondell

Zu den ältesten Teilen der stätischen Bauwerke gehören die Reste der Stadtmauer mit ihren Befestigungen. Das Rondell in der westlichen Stadtmauer ist ein Überbleibsel eines solchen Bollwerkes. Dieser Stadtteil war den Sturmangriffen am meisten ausgesetzt. Deshalb wohl auch das Bollwerk an dieser Stelle, das mit einem spitzen Turmdach und vier kleinen Seitentürmchen abgedeckt war. Es bildete ein Waffenarsenal. Man fand dort alte, früheste Feuerwaffen, die nur an ganz wenigen Stellen noch erhalten geblieben sind.

Der obere Fachwerkbau mit dem Hauptturm und den vier kleinen Seitentürmchen wurde bereits im Jahr 1705 abgetragen. Die jetzige Plattform des Rondells bietet einen herrlichen Rundblick auf die westlichen, zum großen Teil auch auf die südlichen und nördlichen Gemarkungen von Bad Wildungen.

Wegaer Tor

Das Wegaer Tor wird auch Wildunger Tor genannt. Es bestand aus einem massiven Innentorturm und zwei vorgestellten kleineren Tortürmen, alle drei waren durch Seitenmauern verbunden. Im Zwischenraum der beiden Vortürme, dem sogenannten Zwinger, standen zwei Linden, unter denen von 1482 bis 1650 öffentliches Gericht abgehalten wurde. 1824 wurde der Innenturm als letzter der Anlage beseitigt. Das Pförtnerhaus an der Nordseite fiel 1851 dem Straßenbau zum Opfer. Der steile Zufahrtsweg zur Stadt war bereits vor 1500 gepflastert und heißt der "Steinweg".

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